Kristallnacht-Deutschlands dunkelste Stunden
Der 9. November vor 80 Jahren steht für eine der schwärzesten und beschämendsten Stunden der deutschen Geschichte, der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938.
10.11.2018

IMPNews - Der 9. November vor 80 Jahren steht für eine der schwärzesten und beschämendsten Stunden der deutschen Geschichte, der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938. Es brannten unzählige Synagogen. Jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet, jüdische Bürger misshandelt und getötet.

Drei Jahre vor Beginn der systematischen Massendeportationen und nach zahlreichen rechtlichen Diskriminierungen erhielt die Verfolgung der Juden mit den Ausschreitungen einen neuen Charakter. Als Vorwand für die Übergriffe diente den Nationalsozialisten das Attentat des 17-jährigen Juden Herschel Feibel Grynszpan auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath am 7. November 1938 in Paris.

Propagandaminister Joseph Goebbels gab bei einem Treffen von Parteiführern in München das Signal für Gewaltaktionen in ganz Deutschland und Österreich. In der Öffentlichkeit versuchte die NS-Führung, die Übergriffe als „spontanen Ausbruch des Volkszorns“ erscheinen zu lassen.

Mehr als 1300 Todesopfer

Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass während und infolge der Gewalt mehr als 1300 Menschen getötet wurden. Zehntausende Juden wurden gedemütigt und deportiert. Mindestens 1400 Synagogen wurden stark beschädigt oder zerstört.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland erinnert in diesem Jahr in der Berliner Synagoge in der Rykestraße an die antisemitischen Ausschreitungen. Dabei werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und Zentralratspräsident Josef Schuster Ansprachen halten. Mit mehr als 2000 Sitzplätzen zählt die Synagoge in der Rykestraße zu den größten jüdischen Gotteshäusern in Europa.

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