Schwere Touristen dürfen keine Esel mehr reiten
Eselreiten gilt auf Inseln wie Santorin als das "original griechische Erlebnis". Doch Tierschützer kritisieren die qualvollen Bedingungen für die Tiere. Mit einer neuen Regelung will Griechenland Touristen zum Umdenken bringen.
12.10.2018

IMPNews - Eselreiten gilt auf Inseln wie Santorin als das "original griechische Erlebnis". Doch Tierschützer kritisieren die qualvollen Bedingungen für die Tiere. Mit einer neuen Regelung will Griechenland Touristen zum Umdenken bringen.

Für das Eselreiten in Griechenland gibt es nun eine Gewichtsgrenze: Wer mehr als 100 Kilogramm wiegt, darf sich nicht mehr auf den Rücken der Tiere setzen. Das hat das griechische Landwirtschaftsministerium der „Frankfurter Allgemeinen“ (FAZ) zufolge beschlossen.

Besonders auf Griechenlands Inseln werden Esel und Maultiere demnach traditionell als Last- und Reittiere eingesetzt. Auf Santorin etwa werden mit ihnen auch viele Touristen den steilen Anstieg zur Stadt Fira hinauf transportiert. In der sengenden Hitze müssen sie teilweise schwer bepackt die Küste hinauflaufen - für das "original griechische Erlebnis".

Tierschutzorganisationen hatten kritisiert, dass die Esel dadurch unter Stress stünden und besonders durch schwergewichtige Personen Rückenverletzungen erlitten. Die Esel müssten während der Touristensaison teilweise an sieben Tagen die Woche arbeiten, ohne Wasser, Pausen oder einen Unterstand, hieß es demnach. Tierschützer fotografierten die Verletzungen der Tiere und reichten Beschwerde beim Ministerium ein.

In der neuen Richtlinie für Touristen heißt es der FAZ zufolge nun, dass "pferdeähnliche Tiere" in einem guten gesundheitlichen Zustand sein müssen, um als Arbeitstiere eingesetzt zu werden. Es müsse ihnen Wasser und Futter gegeben werden, und die Last dürfe 100 Kilogramm oder ein Fünftel des Körpergewichts der Tiere nicht übersteigen.

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