‘Köln gegen Rechts’ gegen Erdogan!
Das Bündnis “Köln gegen Rechts“ hat bereits eine Kundgebung mit Aufzug in der Innenstadt angemeldet. Es sei mit weiteren Demo-Anmeldungen von Anhängern wie von Gegnern Erdogans zu rechnen, teilt die Polizei mit.
15.09.2018

IMPNews - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommt am 28. und 29. September nach Deutschland. Früheren türkischen Angaben zufolge will er sich zweimal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen: Zu einem Arbeitsessen am 28. September und zu einem weiteren Gespräch am 29. September. Außerdem sind ein Staatsbankett und ein Gespräch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplant.

Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass der türkische Staatschef daneben aber auch Deutschtürken zum Gespräch treffen wolle. „Wir arbeiten noch daran, einen Veranstaltungsort zu finden“, hatte Kalin gesagt. Als mögliche Optionen nannte er Köln und Berlin. Erdogan kommt während seines zweitägigen Staatsbesuchs in Deutschland am 29. September nach Köln. Das Programm in der Stadt stehe noch nicht fest, sagte Behördensprecher Christoph Gilles. Man bereite sich aber auf einen Großeinsatz vor.

Es gebe weder eine Anfrage noch eine Einladung, sagte Stadt-Sprecher Alexander Vogel. Unklar sei auch, ob Erdogan als Staatsgast oder als Privatperson nach Köln komme. „Sollte der türkische Staatspräsident kommen, wird Köln ihm als weltoffene, liberale und tolerante Stadt begegnen.“
Das Bündnis “Köln gegen Rechts“ hat bereits eine Kundgebung mit Aufzug in der Innenstadt angemeldet. Es sei mit weiteren Demo-Anmeldungen von Anhängern wie von Gegnern Erdogans zu rechnen, teilt die Polizei mit.

Aymaz: Erdogan wird diese Gelegenheit nutzen
Berivan Aymaz, Die Kölner Landtagsabgeordnete der Grünen, nannte es “sehr enttäuschend, dass die Bundesregierung keine klare Haltung gegenüber Erdogan eingenommen und ihm deutlich gemacht hat, dass die Ausweitung seines Staatsbesuchs auf weitere öffentliche Auftritte nicht erwünscht ist.“ Erdogan werde diese Gelegenheit nutzen, „um die hier lebende türkische Community für sich und seine demokratiefeindliche und nationalistische Politik zu vereinnahmen“, sagte Aymaz. Dies werde die Polarisierung der türkeistämmigen Community in NRW weiter anheizen.

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