Deutschland drängt Russland und Iran zum Stopp von Idlib-Offensive
In der Rebellen-Hochburg Idlib wohnen rund drei Millionen Menschen. Die Bundesregierung appellierte jetzt an die Verantwortung der Regime-Verbündeten.
14.09.2018

IMPNews - In der Rebellen-Hochburg Idlib wohnen rund drei Millionen Menschen. Die Bundesregierung appellierte jetzt an die Verantwortung der Regime-Verbündeten.

Die Bundesregierung drängt Russland und den Iran, die drohende Offensive der syrischen Armee auf die letzte Rebellenhochburg Idlib doch noch zu stoppen. „Russland und Iran tragen besondere Verantwortung“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert an die Adresse der beiden wichtigsten Verbündeten von Machthaber Baschar Al-Assad. Russland besitzt den Einfluss auf die syrische Regierung, um eine Katastrophe zu verhindern: „Die Chancen auf eine Waffenruhe stehen und fallen mit Russland.“

Dem Auswärtigen Amt zufolge wird Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Freitag zu einem Gespräch mit Außenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin erwartet. Seibert sagte, die Bundesregierung schließe sich UN-Generalsekretär Antonio Guterres an, der deutlich gemacht habe, welche katastrophalen Folgen eine Offensive Syriens und seiner Verbündeten für die Bevölkerung Idlibs hätte. In der von Rebellen gehaltenen Provinz in Nordsyrien leben rund drei Millionen Menschen.

US-Präsident Donald Trump hat Russland und den Iran davor gewarnt, im Fall einer Schlacht um die syrische Rebellenhochburg Idlib in die Kämpfe einzugreifen. "Die Russen und Iraner würden einen schwerwiegenden humanitären Fehler begehen, wenn sie bei dieser möglichen menschlichen Tragödie mitmachen", twitterte Trum.

Der syrische Präsident Bashar al-Assad dürfe die Provinz Idlib nicht unbesonnen angreifen. "Hunderttausende Menschen könnten getötet werden. Lasst das nicht zu!", schrieb Trump. Wegen der fast drei Millionen Zivilisten in der Region warnen auch Hilfsorganisationen vor einer neuen humanitären Katastrophe.

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